Cluricauns

Kellergeister, die mit ihren Breeches, Strümpfen, Schuhen mit silbernen Schnallen, weißen Hemden, Schürze und roten Häubchen wie Miniausgaben von Schankwirten englischer Inns aussehen. Sie leben in den Weinkellern von Wirtshäusern und Privathäusern.

In letzteren kann es dem Hausherrn, der besonders stolz auf seine Weine ist, geschehen, daß die Cluricauns ihn nachahmen und in großen Mengen die besten Weine vernichten. Der arme Mann wundert sich dann nur über die vielen leeren Flaschen und kratzt sich ratlos am Kopf.

Besonders schlimm wird es, wenn ein Cluricaun zu einem richtig widerlichen, ewig betrunkenen Kerl wird. Dann hallt das Haus ständig wider vom Geräusch zerschlagener Flaschen und grölender Sauflieder, ganz abgesehen von dem Getöse, das der Cluricaun beim Umhertoben im Keller verursacht. Es gibt keine Möglichkeit, einem Cluricaun die Leviten zu lesen. Die einzige Möglichkeit besteht darin, daß der Hausherr selbst allen geistigen Getränken abschwört und damit für den Cluricaun die Quelle zum Versiegen bringt. Nach einer gewissen Zeit völliger Abstinenz sucht sich der Cluricaun dann mit Sicherheit gastfreundlichere Quartiere.

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